Den demografischen Wandel in der Textil- und Bekleidungsbranche gestalten

textil-fit

Das Projekt textil-fit trägt dazu bei, den demografischen Wandel in der Textil- und Bekleidungsbranche positiv zu gestalten. Innovative Unternehmen und gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das langfristige Ziel.

Die Ausgangssituation

Rund 1.200 Betriebe mit insgesamt mehr als 120.000 Beschäftigten stellen die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie. 2012 betrug ihr Umsatz 28,7 Milliarden Euro, erwirtschaftet aus der Produktion von technischen Textilien, Bekleidung sowie Haus- und Heimtextilien. Die deutschen Betriebe sind weltweit Marktführer für technische Textilien, mehr als die Hälfte der Unternehmen beschäftigt jedoch weniger als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Textilindustrie ist eng verknüpft mit anderen Industriezweigen, da sie Material an verschiedene Branchen wie die Bau-, Pharma- Energie- und Fahrzeugindustrie sowie für das Gesundheitswesen und den Umweltschutz zuliefert. Somit hängen direkt und indirekt Arbeitsplätze in anderen Industriezweigen von der Textilindustrie ab.

Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist stark exportorientiert – etwa 43 Prozent der Produkte werden ins Ausland geliefert. Steigender internationaler Konkurrenzdruck und die Gewährleistung einer hohen Produktqualität erfordern technologischen Vorsprung, innovative Produktentwicklung und moderne Produktions- und Organisationsprozesse. Dies ist entscheidend von flexiblen, gut qualifizierten und gesunden Beschäftigten und Belegschaften sowie gesundheitsförderlichen Arbeitsbedingungen abhängig.

Die demografische Entwicklung in der Textilindustrie

Die demografische Entwicklung wird in Zukunft einen entscheidenden Einfluss auf die Wettbewerbssituation haben: In den Unternehmen verlagert sich die Rolle der betrieblichen Leistungsträger zunehmend auf den wachsenden Anteil älterer Beschäftigter. Diese zu halten und zu fördern ist ein wichtiges Ziel und wird gefördert durch Maßnahmen

  • der Arbeitsgestaltung
  • der Organisationsentwicklung
  • der Förderung individueller Ressourcen
  • eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements

Darüber hinaus sind ca. 70% der Beschäftigten Frauen, die in vielen Fällen einer Doppelbelastung durch Beruf und Haushalt ausgesetzt sind. Außerdem gibt es einen hohen Anteil von Mitarbeiter/innen mit Migrationshintergrund.

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Initiative Neue Qualität der Arbeit Bundesministerium für Arbeit und Soziales

BIT e.V.
Max-Greve-Straße 30
44791 Bochum
0234-92231-0
info@Spamschutz.bit-bochum.de
www.bit-bochum.de